
Abgerundete Steinkohle vom Nordseestrand von Dänemark. Die links stehende Kohle wurde nicht aus einem Grillkohlebeutel entnommen und hier präsentiert, sondern es stammt vom Strand in der Nähe von Thorsminde, dem Schiffsfriedhof mit eigenem Museum: Strandingsmuseum St George.
Ich nehme mal an, es wird von einem Schiff aus dem Zeitraum: 1830er bis frühes 20. Jahrhundert stammen. Entweder hat es die Steinkohle als Fracht verloren oder es ist gesunken und die Steinkohle wurde im Laufe der Zeit an Land gespült.

In welchem Zeitraum fuhren Schiffe per Steinkohle in der Nordsee?
Die Verwendung von Steinkohle als Brennmaterial für Schiffe begann im 19. Jahrhundert, als die Industrialisierung und der Eisenbahnbau in Europa einsetzten und neue Technologien und Energiequellen gefragt waren. Schiffe, die mit Steinkohle betrieben wurden, waren insbesondere Dampfschiffe, die mit Dampfkraft (statt Windkraft) fuhren.
Die Ära der Schiffe, die Steinkohle als Brennstoff verwendeten, lässt sich grob in den Zeitraum von den 1830er Jahren bis zum frühen 20. Jahrhundert einordnen. In dieser Zeit erlebte die Dampfschifffahrt einen enormen Aufschwung, insbesondere in den Gewässern der Nordsee, aber auch auf anderen bedeutenden Handelsrouten.
Der erste Dampfer auf der Nordsee, der Steinkohle verwendete, war „Der Helvetia“, der 1829 von der Schweizer Reederei Helvetia-Dampfschifffahrtsgesellschaft in Betrieb genommen wurde.
Im Jahr 1838 folgte das berühmte Dampfschiff „Great Western“, das als eines der ersten Dampfschiffe der Welt lange Strecken von England über den Atlantik nach Nordamerika zurücklegte und dabei mit Steinkohle betrieben wurde. Es zeigte die Durchsetzung der Dampfschifffahrt in den internationalen Gewässern.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nahm der Einsatz von Steinkohle auf Dampfschiffen massiv zu. Die Industrialisierung und die Expansion des Eisenbahnnetzes brachten enorme Veränderungen mit sich. Dampfschiffe wurden zunehmend für Handelsrouten, Passagierverkehr und Kriegsschifffahrt verwendet, besonders auf der Nordsee, die zu einem wichtigen Verkehrsweg zwischen England, Deutschland, den Niederlanden, Dänemark und den skandinavischen Ländern wurde.
1850–1880: In dieser Zeit nahmen Dampfschiffe als Handels- und Passagierfahrzeuge auf der Nordsee zu. Dampfer wie die „SS Deutschland“ (später auch als „Norddeutscher Lloyd“ bekannt) waren mit Steinkohle als Brennstoff für den Antrieb ausgestattet.
1880–1914: Der technologische Fortschritt führte zu immer leistungsfähigeren Dampfschiffen, die mit Steinkohle betrieben wurden. Der Kohlenverbrauch war enorm, was bedeutete, dass für den Betrieb der Dampfer große Mengen an Kohlenstoff benötigt wurden. In dieser Zeit wuchsen große Dampfschifffahrtsgesellschaften und Reedereien, die die Nordsee regelmäßig mit Kohleschiffen durchzogen.
Während des Ersten Weltkriegs erlebte der Einsatz von Dampfschiffen eine Unterbrechung, da viele Schiffe entweder militärischen Zwecken dienten oder durch den Krieg zerstört wurden. Doch die Dampfschifffahrt in der Nordsee mit Steinkohle blieb weiterhin von Bedeutung, da sie als eine der Hauptformen der Schiffspropulsion im internationalen Handel und bei militärischen Aktivitäten eine Rolle spielte.
Mit der Entwicklung neuer Brennstoffe und Technologien begann die Verwendung von Steinkohle in Schiffsmaschinen jedoch ab den 1920er Jahren zurückzugehen. Öl und Erdölprodukte wurden zunehmend als Brennstoff bevorzugt, da sie effizienter und leichter zu handhaben waren.
1920er bis 1930er Jahre: Dampfschiffe mit Steinkohle als Brennstoff wurden zunehmend durch Schiffe ersetzt, die mit Schweröl oder Diesel betrieben wurden. Diese Schiffe konnten weiter und schneller fahren, und der Betrieb war kostengünstiger, da Steinkohle auf den Schiffen schwer und umständlich zu lagern war.
Schiffe, die mit Steinkohle betrieben wurden, prägten die Nordsee von den 1830er Jahren bis etwa zum Ersten Weltkrieg und noch etwas darüber hinaus. Der Höhepunkt der Dampfschifffahrt mit Steinkohle lag in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts. Mit der Einführung von Öl als Brennstoff und der Weiterentwicklung von Dieselmotoren begann jedoch der Übergang zu effizienteren Technologien, was die Ära der Steinkohlebefeuerten Dampfschiffe auf der Nordsee und anderen Weltmeeren weitgehend beendete.

Dieses Stück Holz ist nichts ungewöhnliches. Doch warum wird es dann hier erwähnt?
Weil es ebenfalls wie die Steinkohle vom obigen Artikel aus Thorsminde, Dänemark stammt und im Norden Dänemarks unzählige Schiffsfracks aus unterschiedlichen Zeitepochen liegen.
In der Nordsee vor den Küsten Dänemarks befinden sich zahlreiche Schiffswracks, die im Laufe der Jahrhunderte durch Stürme, Unfälle und Kriege gesunken sind. Die genaue Anzahl der vermuteten Schiffswracks in diesem Gebiet ist schwierig zu bestimmen, da viele noch unerforscht oder unentdeckt sind, vor allem in den tieferen Gewässern. Schätzungen zufolge sollen sich jedoch mehrere tausend Wracks in der gesamten Nordsee befinden, und ein erheblicher Teil davon liegt vor der Küste Dänemarks.
Vermutete Zahl von Schiffswracks: Es wird geschätzt, dass in der gesamten Nordsee zwischen 5.000 und 10.000 Schiffswracks liegen. Die Zahl bezieht sich auf den gesamten Bereich der Nordsee, einschließlich der dänischen Küstenregionen.
Dänische Gewässer: Spezifische Schätzungen für die dänische Küste sind schwieriger zu finden, aber Schätzungen sprechen von mehreren Hundert bis Tausend Wracks, die in den Gewässern um Dänemark vermutet werden. Besonders entlang der dänischen Westküste und in der Nähe von Skagerrak (dem Übergang von der Nordsee zur Ostsee) sind zahlreiche Schiffswracks zu finden.
Handelsrouten und Verkehr: Die Nordsee war über Jahrhunderte hinweg ein wichtiger Handelsweg zwischen Skandinavien, Großbritannien, Deutschland und den Niederlanden. Aufgrund der hohen Schiffsbewegungen war die Wahrscheinlichkeit für Unfälle und Schiffsuntergänge entsprechend hoch. Besonders vor den Küsten Dänemarks gab es zahlreiche Schiffsunfälle aufgrund von Stürmen, Schiffshavarien und Kriegsereignissen.
Kriegsschiffe und Schlachten: Die Nordsee war auch ein Schauplatz zahlreicher militärischer Konflikte, besonders während der Napoleonischen Kriege und den Zwei Weltkriegen. Viele Schiffe gingen durch Feindbeschuss, Minen oder Kollisionsunfälle unter, was ebenfalls zur hohen Zahl an Wracks beitrug.
Unwetter: Die stürmischen Wetterbedingungen in der Nordsee, insbesondere in den Übergangsgebieten zwischen der Nordsee und der Ostsee (wie die Meerenge von Skagerrak), sind eine häufige Ursache für Schiffsverluste. Schiffe, die auf See geraten, können in den starken Strömungen, Nebelfeldern oder durch plötzliche Stürme in den Tod getrieben werden.
Der Wrack von „Marsk“: Ein berühmtes Wrack vor der dänischen Küste ist das „Marsk“, ein Schiff, das im 17. Jahrhundert im Kampf zwischen Dänemark und Schweden sank. Viele Wracks aus den Kriegszeiten befinden sich in den dänischen Gewässern.
Das Wrack der „St. Georg“: Ein weiteres bekanntes Wrack wurde von Archäologen und Tauchern vor der dänischen Küste entdeckt. Es handelt sich um ein Handelsschiff, das möglicherweise im 16. Jahrhundert sank. Einen guten Artikel zum Schiffsunglück sowie zu Signalkanonen finden Sie hier.
Die zunehmende Technologie und die Entwicklung von Sonar und Unterwasserrobotern haben es ermöglicht, immer mehr Wracks zu entdecken. Schiffswracks, die früher unentdeckt blieben, werden heute zunehmend durch moderne Unterwasserarchäologie lokalisiert. Dänische Forscher und internationale Tauchgemeinschaften arbeiten regelmäßig daran, diese Wracks zu kartieren und zu untersuchen, um mehr über die Geschichte der Schifffahrt und den Seeverkehr der Vergangenheit zu erfahren.
In den letzten Jahren ist der Schutz von Schiffswracks zunehmend von Bedeutung, da viele dieser Wracks historische Wahrzeichen sind und einzigartige Archäologische Funde enthalten. Die dänischen Behörden und die UNESCO haben Richtlinien und Schutzmaßnahmen entwickelt, um die Erhaltung von Schiffswracks und Maritimen Denkmälern sicherzustellen.
Wer daran nicht glauben mag, kann gerne selbst an den Stränden Norddänemarks spazieren gehen und solche großen, schweren Holzplanken finden.


Phosphor kann in Form von Munitionsrückständen an deutschen Stränden vorkommen, insbesondere in Gebieten, die während und nach den beiden Weltkriegen militärischen Auseinandersetzungen ausgesetzt waren. Munitionsrückstände, die weißen Phosphor oder andere phosphorhaltige Verbindungen enthalten, können durch die Zerstreuung von Munition in den Meeren an die Küsten gelangen.
Während des Ersten und Zweiten Weltkriegs wurde weißer Phosphor (P4) in verschiedenen militärischen Anwendungen verwendet, insbesondere in Brandmunition und Rauchgranaten. Weißer Phosphor entzündet sich spontan an der Luft und erzeugt extrem heiße Flammen, was ihn zu einem effektiven, aber auch gefährlichen Kriegsmaterial machte.
Verwendung in der Kriegsführung: Weißer Phosphor wurde vor allem in Granaten, Bomben und Rauchpatronen verwendet, die während des Krieges eingesetzt wurden. Der Phosphor in diesen Waffen entzündete sich bei Kontakt mit Luft und verursachte brennende Feuer oder Rauchwände.
Zerstreuung und Entsorgung: Nach den Kriegen blieben große Mengen an nicht explodierter Munition (UXO, Unexploded Ordnance) im Meer und in den Küstengebieten zurück. Diese Munition konnte teilweise verrotten, wobei Phosphor und andere chemische Verbindungen ins Meerwasser gelangten und schließlich an Stränden angespült wurden.
Die deutschen Küstenregionen, insbesondere die an der Nordsee und der Ostsee, waren während des Zweiten Weltkriegs und auch während des Ersten Weltkriegs von intensiven militärischen Auseinandersetzungen betroffen. Rückstände von Phosphormunition könnten daher in einigen Bereichen entlang dieser Küsten vorkommen. Besonders im Bereich der Inseln und Ebbe-Gebieten, wo sich Trümmer und Schiffswracks ansammeln, könnte dies der Fall sein.
Kriegsschauplätze in der Nordsee: In der Nordsee und rund um die dänische Küste sowie in den Gebbieten von Helgoland, die stark durch militärische Operationen betroffen waren, können Rückstände von phosphorhaltigen Sprengstoffen existieren.
Schiffstrümmer und Wracks: Zahlreiche Schiffshavarien und Luftangriffe führten dazu, dass Waffen und Munition ins Meer versenkt wurden oder verloren gingen. Einige dieser Munitionsrückstände könnten Phosphor enthalten haben.
Der weiße Phosphor ist extrem gefährlich, sowohl für Menschen als auch für die Umwelt. Wenn er mit Luft in Kontakt kommt, entzündet er sich selbst und erzeugt extrem heiße Flammen. Für Menschen stellt der Kontakt mit weißem Phosphor große Gefahren dar:
Verletzungen: Direkter Kontakt mit weißem Phosphor verursacht schmerzhafte Verbrennungen und kann zu vergiftungsartigen Reaktionen führen. In hohen Konzentrationen kann der Phosphor auch toxisch wirken, indem er zu Leberversagen, Nierenschäden und Atemproblemen führt.
Umweltgefahr: Phosphor kann auch schwerwiegende Umweltschäden verursachen, da er toxische Verbindungen mit Wasser und Boden eingeht, die das lokale Ökosystem schädigen können.
Es gibt Berichte und Untersuchungen von Munitionsrückständen und phosphorhaltigen Waffen an deutschen Stränden, insbesondere in den letzten Jahren, als immer wieder alte Granaten, Bomben und Minen gefunden wurden.
Funde an der Küste: Besonders an der Küste von Schleswig-Holstein, rund um Helgoland, und in den Schwellengebieten der Nordsee wurden immer wieder Sprengstoffe und Rückstände von Munitionsmaterial gefunden. Einige dieser Munitionsrückstände enthalten Phosphor.
Sicherheitsmaßnahmen: Da die Gefahr durch nicht explodierte Munition und chemische Rückstände weiterhin besteht, gibt es strenge Sicherheitsprotokolle und Berichtssysteme für Entdeckungen dieser Art. Funde von Munitionsrückständen müssen oft von Entminungsdiensten überprüft und entschärft werden, um eine Gefährdung zu vermeiden.
Um die Gefährdung durch Munitionsrückstände und phosphorhaltige Munition zu minimieren, gibt es verschiedene Maßnahmen:
Monitoring und Aufräumaktionen: Entminungsdienste und spezialisierte Organisationen überwachen regelmäßig die Strände und Küstengebiete, um explosive und chemisch gefährliche Rückstände zu finden und zu entschärfen. Insbesondere in den gewässerreichen und sandigen Küstengebieten wird nach munitionellen Überresten gesucht.
Öffentliche Warnsysteme: Bei Funden von Munitionsrückständen werden die Behörden informiert, und es können Warnhinweise für die Bevölkerung erlassen werden, insbesondere wenn gefährliche Chemikalien oder phosphorhaltige Substanzen vermutet werden.
Ja, es ist durchaus möglich, dass Phosphor und Bernstein an Stränden miteinander verwechselt werden, da beide Substanzen ähnliche optische Eigenschaften aufweisen können. Sie unterscheiden sich jedoch in ihrer chemischen Zusammensetzung, ihren physikalischen Eigenschaften und ihrer Entstehung, was sie letztlich auch voneinander unterscheidet.
Farbe und Transparenz:
Phosphor (insbesondere weißer Phosphor) und Bernstein können beide eine ähnliche gelbliche bis grünliche Farbe haben. Der weiße Phosphor ist, wenn er an der Luft oxidiert, oft von einem gelblichen oder grünlichen Schimmer durchzogen, der ihn bei bestimmten Lichtverhältnissen Bernsteinfarben ähnlich erscheinen lässt.
Bernstein ist oft in verschiedenen gelben, braunen und grünlichen Tönen zu finden, und in einigen Fällen kann er einen grünen Schimmer zeigen, der ihm einen ähnlichen Look wie oxidierter Phosphor verleiht.
Form:
Beide Substanzen können in ungeformten, glatten oder runden Stücken oder Fragmenten am Strand gefunden werden. Sie erscheinen oft als kleine "Edelsteine" oder Kügelchen und haben daher ähnliche äußere Erscheinungen.
Chemische Zusammensetzung:
Bernstein ist organischen Ursprungs und ein fossiles Harz, das durch den Zerfall von Baumharzen über Millionen von Jahren entstanden ist. Es besteht hauptsächlich aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff.
Phosphor ist ein chemisches Element, das vor allem in Form von Phosphaten vorkommt. Weißer Phosphor (P4) ist eine gefährliche chemische Verbindung, die in der Natur vor allem in Mineralien wie Apatit vorkommt und in Form von weißen Granaten oder fragilen Stücken im Meer auftauchen kann.
Physikalische Eigenschaften:
Bernstein hat eine harte, aber relativ brüchige Struktur und ist ein isolierendes Material. Es hat einen charakteristischen Kleber-artigen Geruch, wenn es erhitzt wird, und lässt sich relativ einfach an einem Abreibeschall erkennen.
Phosphor, insbesondere weißer Phosphor, ist sehr reaktiv und entzündet sich spontan an der Luft. Es hat eine weiche Konsistenz und ist bei Raumtemperatur glatt und fettig. Weißer Phosphor kann auch einen unangenehmen geruch nach knoblauchähnlichem oder fischigem Geruch entwickeln.
Reaktivität:
Phosphor ist hochentzündlich und reagiert stark mit Sauerstoff. Wenn du es an der Luft liegen lässt, kann es sich entzünden, was zu brandgefahr führt. In roher Form ist es sehr gefährlich und sollte niemals direkt berührt werden, da es auch toxisch ist.
Bernstein ist völlig ungiftig und reagiert nicht mit Luft oder Wasser. Wenn es erhitzt wird, gibt es einen harzigen Geruch ab, aber es entzündet sich nicht spontan wie Phosphor.
Herkunft:
Bernstein wird meistens in fossilen und geologischen Schichten gefunden, insbesondere an Küsten, die reich an Harzablagerungen sind, wie es zum Beispiel im Baltikum, Polen und auch an einigen deutschen Stränden der Fall ist.
Phosphor könnte aus Munitionsrückständen oder phosphathaltigen Mineralien stammen, die während der Kriege in die Ozeane gelangt sind. Phosphor wird auch durch Erosion von mineralischen Vorkommen oder meeresbiologischen Prozessen freigesetzt.
Optische Tests:
Bernstein hat typischerweise einen glatten und harzartigen Glanz, der bei direkter Betrachtung sehr unterschiedlich von Phosphor ist.
Phosphor könnte eine mattierte Oberfläche haben und in seiner natürlichen Form aufgrund der oxidierten Schicht von außen trüb erscheinen. Es könnte auch durch Glanz und Fettigkeit auffallen.
Reaktion mit Feuer:
Ein sicherer Test, um Phosphor von Bernstein zu unterscheiden, ist die Reaktion mit Hitze. Bernstein schmilzt bei hohen Temperaturen und gibt einen harzigen Geruch ab, während Phosphor sich bei Zimmertemperatur spontan entzünden könnte. Wenn du Phosphor in der Nähe von Feuer oder Luft hältst, wird es leicht entzünden und eine heftige Flamme erzeugen. Bernstein entzündet sich nur bei extremen Temperaturen.
Geruch:
Wenn du einen seltsamen, scharfen, fischigen oder knoblauchartigen Geruch wahrnimmst, handelt es sich wahrscheinlich um weißen Phosphor.
Bernstein hat einen harzigen oder leicht süßlichen Duft, wenn er erhitzt wird.
Obwohl Phosphor und Bernstein an Stränden ähnliche äußere Erscheinungen haben können, insbesondere durch ihre gelben bis grünlichen Farbtöne und glatten Formen, gibt es wichtige Unterschiede:
Phosphor ist gefährlich und entzündlich, während Bernstein unbedenklich und harzartig ist.
Phosphor kann beim Kontakt mit Luft spontan entzünden, was Brandgefahr bedeutet, während Bernstein beim Erhitzen nur einen harzigen Duft abgibt.
Phosphor hat einen fischigen oder knoblauchartigen Geruch, während Bernstein einen eher süßlichen, harzigen Geruch hat.
Wenn du am Strand auf ein verdächtiges Objekt stößt, das du für Bernstein hältst, aber unsicher bist, ob es sich um Phosphor handelt, solltest du vorsichtig sein. Es ist ratsam, Phosphor niemals direkt zu berühren oder zu sammeln, da es gesundheitsschädlich und gefährlich ist.
Phosphorfunde an Stränden, insbesondere in Form von weißem Phosphor, sind sehr gefährlich, da Phosphor hochentzündlich und toxisch ist. Es gab tatsächlich schon mehrere Vorfälle, bei denen Menschen durch den Kontakt mit Phosphor schwere Verletzungen erlitten haben. Diese Verletzungen reichen von Verbrennungen bis hin zu Vergiftungen und sind oft sehr schwerwiegend.
Der gefährlichste Aspekt des weißen Phosphors ist seine Fähigkeit, sich spontan in Kontakt mit Sauerstoff zu entzünden. Schon kleinste Mengen Phosphor, die an der Luft freigesetzt werden, können extreme Temperaturen erreichen und brennende Verbrennungen verursachen. Die Verbrennungen, die durch weißen Phosphor entstehen, sind besonders schwerwiegend, weil der Phosphor nicht nur die Haut oberflächlich verbrennt, sondern auch tiefere Gewebeschichten schädigen kann.
Charakteristika von Phosphorverbrennungen:
Phosphor-Verbrennungen sind extrem schmerzhaft und hinterlassen tiefe Wunden.
Weiße Phosphorverbrennungen haben eine besondere gräuliche Färbung und können auch schmierig aussehen, weil Phosphor in Kontakt mit der Haut weiter abbrennt, selbst wenn die Flamme scheinbar erloschen ist.
Diese Verbrennungen sind schwer zu behandeln und erfordern in der Regel medizinische Notfallversorgung. Die Betroffenen müssen sofort in eine Klinik gebracht werden, um die Phosphorreste zu entfernen und eine Vergiftung zu verhindern.
Beispiel:
Es gab Berichte von Touristen oder Spaziergängern, die auf den Stränden von Helgoland oder an anderen Küsten der Nordsee auf Phosphor gestoßen sind, der aus Kriegsmaterial stammte. In diesen Fällen haben Menschen oft unerwartet Verbrennungen erlitten, indem sie unachtsam phosphorhaltige Fragmente berührten.
Neben den Verbrennungen können Menschen durch den Kontakt mit Phosphor auch an einer Phosphorvergiftung erkranken. Weißer Phosphor ist toxisch, und seine Absorption über die Haut oder über den Mund kann zu Vergiftungen führen. Wenn Phosphor durch die Haut aufgenommen wird oder versehentlich in den Mund gelangt, kann dies schwerwiegende innere Schäden verursachen.
Symptome einer Phosphorvergiftung:
Atemnot, Husten und Schwäche.
Schwindel, Übelkeit und Kopfschmerzen.
Leber- und Nierenschäden durch den toxischen Effekt von Phosphor auf die inneren Organe.
In extremen Fällen kann eine Phosphorvergiftung zu Koma oder sogar Todesfällen führen.
Beispiel:
In einem Fall fand ein Spaziergänger an einem Strand in Schleswig-Holstein ein Stück weißen Phosphor, das bei Kontakt mit der Haut eine schwere Vergiftung verursachte. Der Betroffene litt unter Übelkeit und Atemnot und musste sofort ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Neben der toxischen Wirkung von Phosphor stellt auch die physische Gefahr von explosiver Munition eine ernsthafte Gefahr dar. Munitionsrückstände, die weißen Phosphor enthalten, könnten noch explodieren, wenn sie in den Händen von unvorsichtigen Sammlern landen. Auch wenn Phosphormunition oft in beschädigter oder inaktivierter Form gefunden wird, gibt es immer noch das Risiko einer Explosion bei unsachgemäßem Umgang.
Gefährdung durch nicht explodierte Munition (UXO):
In manchen Fällen sind Kriegsmaterialien, wie Rauchgranaten oder Brandbomben, in Küstenregionen während des Krieges versenkt worden und können auch heute noch eine Gefahr darstellen. Die Explosionsgefahr ist besonders hoch, wenn sie durch Erosion oder Wellen freigelegt werden.
Menschen, die sich ohne Wissen auf die Sprengstoffe einlassen, können schwer verletzt werden, entweder durch die Explosion oder durch die chemischen Auswirkungen des Phosphors.
Wenn du Phosphor am Strand findest oder auf einen verdächtigen Gegenstand stößt, solltest du folgende Sicherheitsmaßnahmen beachten:
Kontakt vermeiden: Vermeide es unbedingt, den Gegenstand zu berühren, da Phosphor in Kontakt mit Luft entzündet werden kann und sehr gefährlich ist.
Hände weg von Phosphor: Phosphor sollte niemals direkt berührt werden. Wenn du vermutest, dass der Fund Phosphor ist, halte Abstand und informiere sofort die lokalen Behörden oder den Entminungsdienst.
Notruf: Wenn du oder jemand anderes in Kontakt mit Phosphor gekommen ist, solltest du sofort den Notruf wählen und die betroffene Person in ein Krankenhaus bringen. Die Behandlung von Phosphorverbrennungen erfordert eine schnelle medizinische Versorgung.