Natursteinweg

Zum selber bauen

Natursteinwege eingnen sich gut als Gartenwege, die Regenwasserdurchlässig und hübsch anzusehen sind.
Natursteinwege eingnen sich gut als Gartenwege, die Regenwasserdurchlässig und hübsch anzusehen sind.

Ein Natursteinweg im eigenen Garten verleiht dem Außenbereich nicht nur eine besondere Ästhetik, sondern verbindet auch Funktionalität mit dem Charme natürlicher Materialien. Wer Geschiebesteine – also durch Gletscher oder Wasser transportierte, meist abgerundete und unterschiedlich große Steine – im eigenen Garten findet, kann diese ideal für den Bau eines individuellen Gartenwegs nutzen. Da es sich um natürlich vorkommende Steine handelt, wird jedes Projekt einzigartig. Der Bau eines solchen Weges erfordert zwar etwas körperliche Arbeit, lässt sich aber mit der richtigen Herangehensweise gut selbst umsetzen.

 

Zunächst steht die Planung an: Der Verlauf des Weges sollte festgelegt und idealerweise mit einer Schnur oder Markierungsspray abgesteckt werden. Es ist wichtig, dabei sowohl ästhetische als auch praktische Aspekte zu berücksichtigen – also wo der Weg entlangführen soll und wie er sich harmonisch in das restliche Gartendesign einfügt. Die Breite richtet sich nach dem Verwendungszweck: Für einen schmalen Trittpfad reichen 30 bis 50 cm, ein Hauptweg sollte mindestens 80 cm breit sein.

 

Nach dem Abstecken wird der Untergrund vorbereitet. Dafür hebt man den Boden entlang der geplanten Wegführung etwa 20 bis 30 cm tief aus, je nach Größe der Steine und geplanter Nutzung. Größere und häufiger begangene Wege benötigen einen stabileren Unterbau. In die ausgehobene Fläche wird zunächst eine Schicht groben (Naturstein-)Schotters eingebracht und gut verdichtet. Diese Drainageschicht sorgt dafür, dass Regenwasser gut abfließen kann und der Weg auch bei feuchter Witterung stabil bleibt.

 

Darauf folgt eine Schicht aus Brechsand oder feinem Splitt, die als Bettung dient. Diese Schicht wird ebenfalls eingeebnet und leicht abgezogen. Nun beginnt die eigentliche Arbeit mit den Natursteinen. Da Geschiebesteine unregelmäßig in Form und Größe sind, ist etwas Geduld und kreatives Puzzeln gefragt. Jeder Stein wird so in das Sandbett gesetzt, dass er möglichst stabil liegt und eine ebene Lauffläche ergibt. Mit einem Gummihammer kann man die Steine vorsichtig auf die richtige Höhe einschlagen. Bei sehr unregelmäßigen Steinen empfiehlt es sich, sie mit kleineren Bruchstücken zu unterfüttern oder Hohlräume mit Sand auszugleichen.

 

Ein Natursteinweg lebt von seiner natürlichen Optik – perfekt regelmäßige Fugen oder eine absolut ebene Oberfläche sind nicht das Ziel. Wichtig ist jedoch, dass die Steine trittsicher und nicht kippelnd verlegt sind. Ist die Fläche komplett verlegt, wird trockener Brechsand oder feiner Splitt über den Weg verteilt und mit einem Besen in die Fugen eingekehrt. Dieser Vorgang sollte nach dem ersten Regen wiederholt werden, da sich der Sand noch weiter setzen wird.

 

Für den Bau benötigt man einige grundlegende Werkzeuge: Einen Spaten zum Ausheben des Wegbetts, eine Schubkarre zum Transport von Erde und Materialien, eine Wasserwaage oder ein Richtscheit zur Kontrolle der Ebenheit, einen Gummihammer zum Einsetzen der Steine, eventuell eine Richtschnur für den Verlauf, eine Schaufel und einen Besen zum Einkehren des Fugensands. Ein Handstampfer oder eine Rüttelplatte kann hilfreich sein, um den Unterbau gut zu verdichten – gerade bei längeren oder stärker belasteten Wegen.

 

Mit etwas Planung, Geduld und körperlichem Einsatz lässt sich so aus im Garten gesammelten Geschiebesteinen ein einzigartiger Natursteinweg gestalten, der nicht nur funktional ist, sondern auch ein echtes gestalterisches Highlight im Garten darstellt.

 

Der Nachteil ist der Unkrautwuchs zwischen den Steinen trotz des Splitts. Diesen Wuchs kann man verhindern,wenn die Fugen der Steine durch Mörtel oder Beton verfestigt werden. Allerdings sickert dann weniger Regenwasser durch.
Der Nachteil ist der Unkrautwuchs zwischen den Steinen trotz des Splitts. Diesen Wuchs kann man verhindern,wenn die Fugen der Steine durch Mörtel oder Beton verfestigt werden. Allerdings sickert dann weniger Regenwasser durch.